30/10/2026 0 Kommentare
Allerheiligen/Allerseelen
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Allerheiligen/Allerseelen
Was feiern wir an Allerheiligen?
An Allerheiligen gedenken Christen grundsätzlich aller Heiligen, beispielsweise Franz von Assisis, des heiligen Martin oder der heiligen Edith Stein. Die sichtbare Vergänglichkeit in der umgebenden Natur sensibilisiert den Menschen für die Vergänglichkeit der irdischen Welt. Dadurch öffnet sich der Blick auf das Leben nach dem Tod und die Heiligen als Vorbilder dorthin.
Doch an Allerheiligen werden nicht nur bekannte Heilige geehrt, sondern auch unbekannte, deren Heiligkeit nur Gott sieht. Denn heilig ist und wird nicht nur, wer jederzeit vorbildlich lebt und einen aufsehenerregenden Märtyrertod stirbt. Grundsätzlich ist jeder Mensch dazu berufen, heilig zu leben. Ein wenig Heiligkeit steckt in jedem, der sich für mehr Frieden, Freiheit, Menschlichkeit und Nächstenliebe einsetzt.
Allerseelen am 2. November: Allerheiligen wird Doppelfest
Aus dem weiten Verständnis von Heiligkeit in Anlehnung an die biblischen Paulusbriefe passt die Einführung des Festes Allerseelen. Von Abt Odilo von Cluny zunächst im Jahr 998 in den ihm unterstellten Klöstern eingeführt, dient der Allerseelentag heute in der ganzen katholischen Kirche der Fürbitte nach Vollendung der Verstorbenen bei Gott.
Im Zentrum steht für katholische Christinnen und Christen das Doppelfest aus Allerheiligen am Sonntag, 1. November, und Allerseelen am Montag, 2. November. Während die Kirche an Allerheiligen aller Heiligen gedenkt – also nicht nur der offiziell Heiliggesprochenen, sondern aller Menschen, die ihr Christsein besonders konsequent gelebt haben – steht an Allerseelen die Erinnerung an alle Verstorbenen im Mittelpunkt. Viele Gemeinden feiern an beiden Tagen besondere Gottesdienste: An Allerheiligen besonders festlich gestaltete Messen und an Allerseelen oft ruhige Gedenkfeiern, in denen insbesondere an die Verstorbenen des vergangenen Jahres erinnert wird.
Gräbersegnung
Beim Totengedenken und bei der Segnung der Gräber an Allerheiligen oder am Allerseelentag werden Tod und Trauer im Lichte der Frohbotschaft Christi gesehen: „Ich bin die Auferstehung und das Leben; wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er stirbt, und jeder, der lebt, und an mich glaubt, wird in Ewigkeit nicht sterben“ (Joh 11,25). Die Gläubigen bezeugen bei dieser Feier ihre Verbundenheit mit den Verstorbenen; ihr Tod erinnert sie an die Vergänglichkeit des eigenen Lebens; gemeinsam bekennen sie sich zur Hoffnung auf die Auferstehung.
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